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p1010235p1010245p1010258p1010271Mein einjähriges Jedermannrennenfahrenjubiläum hab ich heute mit dem Rennen “Rund um die Nürnberger Altstadt” gefeiert! Das war letztes Jahr mein erstes Rennen und natürlich wollte ich da heuer wieder dabei sein, keine Frage!!
Bin früh aufgestanden und nach Nürnberg gedüst, relativ schnell einen Parkplatz gefunden, das Radel hergerichtet, alle sieben Sachen zusammengesucht und ab zur Startunterlagenausgabe geradelt. Die hab ich auch relativ schnell gefunden und nachdem ich Startnummer auf dem Trikot angebracht habe und alle Energieriegel verstaut habe, hatte ich noch genügend Zeit um mich warmzufahren.
Pünktlich um acht war dann Start und es ging los auf die 13 Kilometer lange Runde. Ich bin ziemlich weit hinten gestartet und habe hochmotiviert gleich einmal versucht ein bißchen nach vorne zu kommen. Das ist mir dann auch gut gelungen und es ging absolut flüssig dahin. Eine kleine Schwierigkeit auf dieser Runde ist ein Anstieg zur Nürnberger Burg hoch und da hab ich mir in den ersten Runden schon gedacht, dass es nicht so einfach wird, mit der Gruppe hochzuradeln. Die sind da in einem Affenzahn hochgedüst….. Fünf Runden bin ich in einer sehr großen Gruppe mit ca. 200 Fahrern gefahren und das war auf der einen Seite total spannend und auf der anderen absolut gefährlich. Ich hab das noch nie so erlebt, aber zwei Mal wäre ich beinahe in einen Sturz verwickelt worden, wobei ich absolut keine Schuld hatte:) Nur in so einer Gruppe hat alles, was irgendwie schief läuft, die totale Kettenreaktion zur Folge. Beides mal konnte ich noch rechtzeitig reagieren und ausweichen:) Da ist mir so richtig das Herz in die Hose gerutscht, vor allem nachdem ich auf einer Runde einen Fahrer gesehen habe, der gestürzt ist und blutüberströmt auf der Straße lag!!

Video: \”So schnell kann es gehen\”

Die Gruppe wurde dann auch immer größer, denn das Tempo war so hoch, das immer mehr Fahrer richtigehend “aufgesaugt” wurden.  Bei der Durchfahrt nach der fünften Runde hab ich über den Lautsprecher gehört, dass wir einen Schnitt über vierzig gefahren sind und da hab ich eigentlich schon ein bißchen gespürt, dass mir das zu schnell ist und auch gemerkt, dass ich ziemlich am Ende dieser Gruppe fahre.

Am Anstieg zur Burg in der sechsten Runde wurde aus der Ahnung dann Gewissheit:) Ich hab wirklich versucht dran zu bleibe, aber meine Beine haben total gebrannt und ich bin einfach abgehängt worden. Optimistisch wie ich nun mal bin dachte ich, ich komm auf der Abfahrt wieder ran, aber da war nichts mehr zu machen und ich war allein. Eine Zeit lang konnte ich der Gruppe noch hinterherschauen und dann war ich allein im Wind und mein lieber Herr Gesangsverein, das ist doppelt so anstrengend, wie in einer Gruppe mitzuradeln:)

Ich hab so gehofft, dass möglichst bald wieder eine Gruppe kommt und ich mich da anhängen kann, aber es kam ewig keine und als dann die erste kam, hat sie mich am Anstieg gleich wieder abgehängt und schon wieder war ich allein:( Meine Beine haben nur noch gebrannt und das haben anscheinend auch die Zuschauer gemerkt und mich absolut genial angefeuert. Ich hab versucht ihnen das durch ein Lächeln und Daumen hoch auch wieder zurückzugeben:) Mich hat das absolut am Leben gehalten.

Nach 90 Kilometern und 2 Sdt und 36 Minuten bin ich dann platt aber sehr glücklich im Ziel angekommen. Mir hat es absolut Spass gemacht und ich hatte auch viele schöne Erinnerungen an mein erstes Jedermannrennen im letzten Jahr, das war schon was ganz besonderes…….

Sportlich war das aber noch nicht der Höhepunkt in diesem Jahr für mich. Hab noch was vor… Schau ma mal!!

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